Eine Studie an der Universität Wien widmet sich dem Einfluss der väterlichen Erziehung auf die Kinder. Ein erstes Resultat wurde jetzt veröffentlicht.

(SSF/im.) Während Mütter zum Beispiel das Sprachgefühl und die Empathiefähigkeit des Kindes beeinflussen, haben Väter einen Einfluss auf die Stressresistenz ihrer Kinder, wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet.

Der Grund: Die männliche Position ist eher eine fordernde, während die Frau klassischerweise die behütende Rolle einnimmt. Männer werfen ihre Kinder auch mal durch die Luft, lassen sie um sich kreisen und fordern sie generell mehr heraus. Solche Kinder können später besser mit Stress umgehen.

Doch es gibt Ausnahmen. Darauf machte jetzt Lieselotte Ahnert ist Expertin für frühkindliche Entwicklung am Institut für Angewandte Psychologie der Universität Wien aufmerksam. Sie hat das Verhalten der Väter auf die emotionale Einstellung und die Stressverarbeitung von Frühgeborenen untersucht und kommt zum Schluss. Die Widerstandsfähigkeit der untersuchten Frühchen war gegenüber einer Vergleichsgruppe weniger gut ausgebildet. Der Grund: Frühchenväter gehen behutsamer und beschützender mit ihren Kindern um als Väter von Kindern, die nach einer zeitlich normalen Schwangerschaft zur Welt kamen.