Wenn die Eltern mal keine Zeit haben auf das Kind aufzupassen oder Mutter und Vater mal wieder ausgehen möchten, springen Oma und Opa oft als Babysitter ein. Wie lange und wie oft können sie dies eigentlich bewerkstelligen?

 

Das Kind ist krank, die Eltern haben wichtige Termine oder sie wollen gern einmal wieder ihren Hobbys nachgehen. Wer heutzutage noch das Glück hat, dass die Großeltern der Kinder ganz in der Nähe wohnen, kann sie guten Gewissens bei Oma und Opa abgeben. So kommen diese des Öfteren in den Genuss als Babysitter einzuspringen und fungieren schnell einmal als Ersatz für Kita, Kindergarten oder Hort. Viele Großeltern freuen sich geradezu ihren Enkel oder ihre Enkelin für ein oder zwei Tage aufzunehmen. Manche nehmen sie sogar mit in den Urlaub, vor allem in den Schulferien. In etwa der Hälfte aller Familien helfen die Großeltern als Babysitter aus.

Großeltern als Alternative

Die Alternative Großeltern ist für die Kinder eine willkommene Abwechslung. Die Kleinen brauchen nur wenigen Pflichten nachgehen, denn Oma und Opa wollen ihnen immer etwas Gutes tun. So dürfen sie mitunter länger wach bleiben, als bei Mama und Papa. Auch Unordnung wird von den Großeltern eher geduldet, als von den Eltern. Ein Besuch der „Ersatzeltern“ ist für viele Kinder wie im Paradies – Verwöhnung pur. Auch Schokolade und andere Süßigkeiten können bei Oma und Opa schon häufiger auf dem Tagesplan stehen – ganz zur Freude der Kleinen. Doch die „Babysitter“ sollten darauf achten, dass ein Verwöhnprogramm nur in Maßen auf dem Plan steht und sich über erzieherische Grenzen mit den Eltern vorab absprechen.

Fähigkeiten der Grosseltern einschätzen

Die Eltern sollten die Belastbarkeit der Großeltern gut einschätzen. Können Oma und Opa auf Kleinkinder aufpassen oder sind diese Betreuungsaufgaben zu anstrengend für sie? Ab einem gewissen Alter sind die Großeltern nicht mehr so fit und nicht mehr so stark belastbar.

Kleinkinderbetreuung ist eine Rundum-Aufgabe. Wenn Oma oder Opa also nicht mehr so gut zu Fuß sind oder etwa schon sehr vergesslich, ist eine Kleinkinderbetreuung nicht angebracht. Es ist ratsam mit ihnen zu sprechen, ob sie sich in der Lage dazu fühlen und wie lange sie auf das Kind aufpassen möchten. Viele Großeltern sagen von vorne herein, dass dies eventuell zu anstrengend für sie sein könnte. Besonders, wenn sie über 75 Jahre alt sind, sollte man auf deren Alter Rücksicht nehmen und sie nicht überfordern.

Für viele Enkelkinder ist der Bezug zu ihren Großeltern eine wichtige Erfahrung. Bei den Großeltern schmeckt das Essen am besten, sie verwöhnen die Kids rundum, lesen aus dem Geschichtenbuch vor oder spielen mit ihnen tolle Brettspiele. Etwas schöneres kann es für die Kleinen doch gar nicht geben.

Wenn keine Grosseltern da sind?

Wenn die Großeltern nicht in der Nähe wohnen, können sich Eltern über www.betreut.ch Leihgroßeltern für ihre Sprösslinge suchen. Diese betreuen ehrenamtlich die Kinder von Familien. Außerdem finden Eltern über www.betreut.ch Babysitter, Au-pairs und Tagesmütter, die sich um die Betreuung der Kinder kümmern können.