Tausende ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich jährlich in verschiedensten christlichen Camps. Braucht es das Angebot dieser Ferienaktivitäten überhaupt noch? Eine repräsentative Umfrage bestätigt nun: Ja, ein Grossteil der Schweizer Eltern begrüssen diese Camps und würden ihre Kinder auch in ein solches Camp schicken.

(SSF/gfs) 611 der 1008 vom Insitut gfs befragten Schweizer haben Kinder. Über die Hälfte dieser Eltern (55 %), haben ihre Kinder schon in freiwillige Jugendlager geschickt. Wiederum knapp die Hälfte dieser Eltern (45 %) geben an, dass dieses Camp einen Bezug zum christlichen Glauben oder zur Kirche hatte.   

Freiwillige Kinder- und Jugendlager sind noch immer gefragt, auch solche mit Bezug zum christlichen Glauben. Bei der Offenheit gegenüber christlichen Lagern gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. So scheinen solche freiwilligen Kinder- und Jugendlager bei Deutschschweizer Eltern (46 %) populärer zu sein als bei Westschweizer Eltern (38 %). Erwartungsgemäss beeinflusst der Grad der Gläubigkeit die Offenheit gegenüber christlichen Jugendlagern. Doch auch ein Viertel der Ungläubigen (27 %) und denen, die weder ungläubig noch gläubig sind (29 %), schicken ihre Kinder in christliche Lager. Bei den Gläubigen liegt dieser Anteil hingegen bei 49 Prozent und bei den sehr Gläubigen sogar bei 77 Prozent. Konfessionslose (26 %) nutzen dieses Angebot am wenigsten, Evangelische (50 %) am häufigsten. Ebenfalls entscheidend ist die eigene Erfahrung der Eltern mit Jugendlagern.

Zustimmung vor allem bei Erwachsenen mit eigener Lagererfahrung

Drei Fünftel (59 %) der Eltern, die selbst als Kind ein Lager mit Bezug zu biblischer Geschichte oder dem christlichen Glauben besucht haben, schicken auch die eigenen Kinder in solche Lager, gegenüber einem Drittel (35 %) der Eltern ohne Lagererfahrung.

Mehrheit offen gegenüber Camps, in denen „biblische Geschichten“ erzählt werden

Alle 1008 Personen wurden danach befragt, ob sie sich vorstellen könnten (angenommen sie hätten ein Kind im Alter von 6 bis 16 Jahren) ihr Kind in ein Jugendlager zu schicken, wenn dort neben Lagerbetrieb auch „biblische Geschichten“ erzählt würden. Zwei Fünftel der Personen (42 %) beantworten die Frage mit auf jeden Fall oder eher ja, ein Drittel (33 %) antwortet hingegen mit eher nein oder keinesfalls. Interessant zu beobachten ist, dass Personen die Kinder haben die Frage häufiger (48 %) bejahen als Kinderlose (33 %).

Wiederum hängt die Offenheit gegenüber biblischen Inhalten mit dem Grad der Gläubigkeit ab. Während nur knapp ein Fünftel (18 %) der Ungläubigen sich ein solches Lager für das Kind vorstellen kann und gar knapp zwei Fünftel (39 %) mit keinesfalls antworten, können sich drei Fünftel (60 %) der Gläubigen und fast vier Fünftel (78 %) der sehr Gläubigen ein solches Lager vorstellen.

Auftraggeber der Studie: Schweizerische Evangelische Allianz SEA

Beispiel solcher Camps: Adonia Musicalcamps und Sportcampcup