Der Bundesrat will bei der Regelung der ausserfamiliären Betreuung von Kindern den Eltern eine grössere Eigenverantwortung einräumen und den Kreis der Betreuungspersonen, die von der Bewilligungspflicht befreit sind, erweitern.

(SSF/im.) Der Bundestat hat die nach einer ersten Vernehmlassung überarbeitete Kinderbetreuungsverordnung in eine zweite Runde geschickt. Im ersten Gesetzesentwurf wurden die Bewilligungspflicht für enge Angehörige wie Grosseltern scharf kritisiert.

Die überarbeitete Verordnung hebt daher die Bewilligungspflicht für sämtliche - entgeltlich und unentgeltlich - erbrachten Betreuungsleistungen durch Verwandte sowie weitere den Eltern nahe stehende Personen auf. Dazu zählen enge Freunde wie etwa die Gotte oder der Götti. Auch bei der Vollzeitbetreuung wird die Bewilligungspflicht für diesen Personenkreis aufgehoben, sofern die Fremdbetreuung durch die Eltern veranlasst wird. Der Verzicht auf die Bewilligungspflicht bedeutet, dass sowohl die Aufsicht durch die Behörden als auch die Pflicht zur Weiterbildung der Betreuungsperson vollständig entfällt.