Familie und Gesellschaft

Eine Tagung des Psychologischen Instituts unter der Leitung von Prof. Guy Bodenmann behandelte das Thema «Bindung – was die Welt zusammenhält» aus verschiedenen Perspektiven. 45 Prozent der Kinder erfahren nicht die elterliche Zuwendung, die sie eigentlich benötigen. Während mangelnde oder falsche Bindung zu psychischen Störungen führt, können genetisch bedingte Entwicklungsstörungen wie Depression oder ADHS durch elterliche Sensibilität kompensiert werden.

Laut dem deutschen Kinderpsychiater und Bestsellerautor Michael Winterhoff gibt es in unseren Schulen bald nur noch auffällige und schwer gestörte Kinder. Zumindest ortet er in einem Interview mit dem „Beobachter“ schwere Probleme der Lehrkräfte – nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit deren Eltern. Was ist los, und wie beurteilt ein Schweizer Praktiker, der langjährige Oberstufenlehrer, EVP-Politiker und Bildungsexperte Hanspeter Amstutz, die Situation?

 

Tausende ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich jährlich in verschiedensten christlichen Camps. Braucht es das Angebot dieser Ferienaktivitäten überhaupt noch? Eine repräsentative Umfrage bestätigt nun: Ja, ein Grossteil der Schweizer Eltern begrüssen diese Camps und würden ihre Kinder auch in ein solches Camp schicken.

Die neuesten Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz im 2014 weisen auf eine steigende Bedeutung der Familie mit verheirateten Eltern und Kindern hin.

Sind Mädchen und Jungen wirklich gleich, wie ein Handbuch zuhanden von Kindertagesstätten glaubhaft machen will? Reinhard Winter, Dozent an den Fachhochschulen von Basel und Winterthur, verneint und macht auf die eindeutigen geschlechtsspezifischen Unterschiede und Bedürfnisse aufmerksam.

Bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Schreckgespenst der Überbevölkerung der Welt, mit all ihren schrecklichen Folgen, an die Wand gemalt. Bekannte Bevölkerungsforscher wandten sich vergeblich gegen die Szenarien. Nun werden Prognosen populär, dass bereits am Ende unseres Jahrhunderts die Weltbevölkerung drastisch gesunken sein wird. Mit schwerwiegenden Folgen.

Familien mit Kindern, insbesondere Alleinerziehend – aber auch Paare – gehen in der Schweiz ein hohes Risiko ein, unter die Armutsschwelle zu geraten. Grund: Die Schweizer Familienpolitik ist knausrig. Darauf wies Eric Crettaz, Dozent für Sozialarbeit an mehreren Universitäten und Fachhochschulen, an einer Fachtagung von Pro Familie hin.

Die Diskussionen um die Art und Weise einer Sexualerziehung in den Schulen hat auf ein Defizit hingewiesen. Viele Eltern fühlen sich überfordert, wenn es um die Sexualerziehung ihrer Kinder geht. ParentSTAR, ein neuer Arbeitszweig von TeenSTAR, will solchen Eltern die nötigen Tools vermitteln.

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) hat ein Argumentarium herausgegeben, das Eltern ermutigt, generell ein Ja zum Kind zu haben und eine kritische Haltung gegenüber der Forderung nach pränatalen Tests einzunehmen.

Jede siebte arbeitstätige Person in der Schweiz erkrankt an einer Depression. Besonders gefährdet sind Frauen, die unter der Doppelbelastung Beruf und Familie leiden.