Start Familie und Gesellschaft Sozialstaat unter Druck: Mehr sparen fürs Alter?

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Sozialstaat unter Druck: Mehr sparen fürs Alter? Drucken

Die Schweizer leben länger. Wie können die Renten der beruflichen Vorsorge künftig finanziert werden? Das Eidgenössische Departement des Innern EDI legt in einem Bericht Perspektiven für die zweite Säule dar.

(SSF/Livenet/im.) Mit der 1985 realisierten zweiten Säule verpflichtet der Staat Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen zum Vorsorgesparen, um die AHV zu ergänzen. Der Mindestumwandlungssatz, mit dem das individuelle Sparkapital in eine Rente umgewandelt wird, ist für Fachleute heute zu hoch, doch die Stimmbürger haben im März 2010 eine Senkung abgelehnt. Der Satz, der bis 2014 auf 6,8 Prozent sinkt, sollte laut Bericht ab 2015 nur noch 6,4 Prozent betragen. Mit Mehraufwendungen (grösserer versicherter Lohnanteil durch geringeren Koordinationsabzug, höhere Altersgutschriften) will man das Leistungsniveau halten.

Anlagen in der Krise gefährdet

Laut der Medienmitteilung des EDI zeigt die Auslegeordnung Lösungsansätze für die Probleme der zweiten Säule auf. „Die stetig steigende Lebenserwartung und die andauernd schlechte Verfassung der Finanzmärkte, die vielen Vorsorgeeinrichtungen zu schaffen machen, aber auch gesellschaftliche Veränderungen, wie etwa der Trend zu mehr Teilzeitarbeit oder vermehrte Erwerbsunterbrüche, stellen die berufliche Vorsorge vor grosse Herausforderungen.“ Die politischen Parteien sollen sich bis März zum Bericht äussern. Danach folgen im Sommer aus dem neu von Bundesrat Alain Berset geleiteten EDI konkrete Reformvorschläge ans Parlament.

Der Bericht zur BVG-Reform